Archiv für August 2008

26
Aug
08

Oh, you look like a rockstar!

Also, ich weiß ja nicht, ob ihrs schon wusstet…aber gestern war ich beim Friseur! Oh man, wie cool ich aussehe – da kommt so richtig Freude auf. Es gab das ganze Programm: vom Waschen übers Schneiden bis zum Glätten. Richtig gehört, ich habe meine Haare glätten lassen und ich muss durchaus zugeben, die Tortur hat sich gelohnt 😀 .

Allerdings habe ich beim meinem Ausflug doch einige Haare gelassen, ich wusste ja gar nicht, wie viele ich davon noch auf dem Kopf habe…äh…hatte – hoppla XD. Meine Gastmutter und -Schwester meinten, ich würde wie ein Rockstar aussehen (vor allem mit meiner hübschen neuen Sonnenbrille auf der Nase). Hühü *freu*.

Hm…da war doch noch was…ach ja, ich durfte dein beiden Azubis im Friseursalon dann auch gleich als Fotomodel herhalten, denn noch nie zuvor war eine „Langnase“ im Salon gewesen (die haben mich vielleicht angeschaut, hach herrlich, wie leicht man manche Leute doch umhauen kann ^^ ). Spaß beiseite, weil ich so cool bin, musste ich auf dem Foto auch nicht das Peace-Zeichen machen sondern durfte meine Finger in bester Musikermanier zum „satanischen“ Gruß erheben (hört sich ein weinig blöd an, aber die Meisten wissen hoffentlich, was gemeint ist – aber für alle Fälle hier noch Anschauungsmaterial: \m/ ).

„True Rock Never Dies!“ XD XD XD

D

Rockingbird 😀 😀 *muhahaha*

24
Aug
08

Potrait meiner ersten Gastfamilie

Ich dachte mir, ich sollte mal ein kleines Familienportrait über meine ersten Gastgeber anlegen, damit ihr mal eine kleine Übersicht und ein wenig mehr Durchblick erhaltet. Also, wo fang ich an?

Am Besten beim Familienoberhaupt: Der Mutter (wie alt sie wohl sein mag?), sie ist es, die die Hosen hier anhat. Ihren richtigen Name weiß ich gar nicht, obwohl sie selbst sich zwischendurch mal „Vivian“ nennt (eigentlich hat sie nämlich gar keinen englischen Namen) – normalerweise wird sie aber von jedem „Mami“ genannt. Für gewöhnlich habe ich keine Ahnung, was sie (mir) so erzählt, da ihr Englisch für eine Konversation nicht wirklich ausreicht – naja, wir verstehen uns auch ohne Worte…manchmal. Die Hausherrin ist wirklich freundlich und kümmert sich tatsächlich rührend um mich, ihr Lieblingssatz ist „Are you hungry?“ (diesen Satz beherrscht sie wirklich perfekt). „Mami“ ist wirklich ein knuffiges Figürchen, ich mag sie sehr, obwohl manch Missverständnis zwischen uns schon die ein oder andere komische Situation kreiert hat und ich mir das ein oder andere Mal schon richtig schön blöd vorgekommen bin.

Weiter geht’s mit Andy (fast 50?), er ist derjenige, der das Geld beisteuert und daher den ganzen Tag von morgens früh bis abends spät am arbeiten ist. Mein Gastvater (, wenn er denn zu Hause ist) ist ein sehr fürsorglicher Kerl und ich habe ihn noch nie anders als total freundlich und umgänglich erlebt – soll heißen, er hat noch nie ein Familienmitglied in meiner Gegenwart angemault. Außerdem bemüht er sich über alle Maße, interessiert an meiner Heimat zu sein und stellt eine Menge Fragen, was ich nicht unbedingt immer so toll finde. Einmal fragte er mich, was der Unterschied zwischen schwedischem und russischem Wodka sei, da ich keine Ahnung hatte, was er jetzt von mir hören wollte, habe ich mir einfach eine poetische Antwort einfallen lassen: „Wodka ist eine russische Erfindung, also belass den Wodka bei den Russen und kauf das Original.“ Ich fühle mich zwar geehrt, dass er mich für so schlau hält (was ich ja auch bin 😀 ), jede seiner Fragen beantworten zu könne, doch manchmal machen mir seine Fragestellung und sein Akzent wirklich schwer zu schaffen und ich versteh absolut nicht, was er von mir will…wie schön, dass Improvisation nicht zu meinen Schwächen gehört (Schillerstraße sei Dank!). Eigentlich kann ich ihm aber nichts verübeln, da er mir immer (auch ungefragt) viele Dinge über Taiwan erklärt und mir tatsächlich schon einige interessante Themen näher gebracht hat 😀 .

—>>>Fortsetzung folgt (oder auch nicht…vielleicht, wenn mir mal extrem langweilig ist)<<<—


23
Aug
08

Von Produzenten, Poeten und Türmen

Ich weiß, ich habe jetzt längere Zeit nichts mehr geschrieben – aus dem einfachen Grund, dass ich überhaupt keine Zeit gehabt habe, denn die letzten Tage war ich nahezu pausenlos unterwegs…

Es könnte Donnerstag gewesen sein, als ich zum zweiten Mal seit ich hier bin zu einem Meeting meines Hostclubs (dem Tungchin Rotary Club) aufgebrochen bin. Per High Speed Rail (HSR) sind meine Gastschwester Mimi (ich glaube wirklich, dass ich mal ein Familien-Porträt anlegen sollte) und Ich nach Taipei City aufgebrochen, um uns dort mit Ihrem (und meinem vorübergehenden) Vater zu treffen. Dieser brachte uns alle dann heil durch den mörderischen Verkehr zum Treffpunkt: dem Tonstudio eines berühmten taiwanischen Musikproduzenten, von dem ich noch nie gehört habe – was wohl der Grund ist, warum ich seinen Namen prompt wieder vergessen habe.

Zu Beginn führte meine Gastschwester dem Club eine Power Point Präsentation vor, die sie für ihren Gastclub in Frankreich vorbereitet hatte (zum Glück größtenteils auf Englisch – so hatte ich auch noch die Chance, ein paar Dinge über Taiwan in Erfahrung zu bringen). Der Vortrag war alles in allem nicht schlecht auch wenn ich bemerken muss, dass sie vor lauter Aufregung glatt ein paar Wörter verschluckt hat, aber wer kann ihr das verübeln? Die Clubmitglieder haben schon irgendwie eine einschüchterne Wirkung…Naja, anschließend wurde dieses Meeting allerdings besonders nervtötend und einschläfernd (es tut mir schrecklich leid, aber ich bin tatsächlich kurzfristig eingeschlafen), denn der namelose Produzent hat einen Vortrag für den Club gehalten, der vielleicht irgendwo interessant gewesen wäre, 1. wenn ich auch nur ein Wort verstanden hätte und 2. wenn der gute Mann seine Redezeit nicht maßlos überzogen hätte…Der Produzent begann seinen Vortrag grob geschätzt um 13.20 Uhr (zu diesem Zeitpunkt war ich schon über 1 Stunde anwesend, voll gefressen und tot müde, weil ich vergleichsweise spät ins Bett gekommen bin und früh wieder aufstehen musste) und wollte dann einfach nicht mehr aufhören, zu reden. Erst gegen 14.30 Uhr, einige entnervte Blicke zwischen mir und meinem Gastvater später (das Meeting hätte schon längst vorbei sein sollten) war der, dessen Name in Vergessenheit geriet, endlich durch mit seinem Vortrag…und (nicht nur) ich war durch mit den Nerven.

Aber noch war es nicht überstanden (was im Endeffekt nicht schlecht war), denn der Club hatte noch einige interne Sachen zu erledigen, wie z.B. mir mein Taschengeld auszuhändigen (wichtig!!!) und Mimi alles Gute für ihren Austausch zu wünschen. Dies dauerte noch einmal bis gut 15 Uhr, obwohl sich das ein oder andere Mitglied schon früher abseilte.

Als das Meeting dann aber doch endlich offiziell geschlossen wurde, fuhr mein Gastvater Andy Mimi und mich zu einer Shopping-mall nahe dem Taipei 101 (noch das höchste Gebäude der Welt – aber nur bis die Araber mit ihrem 700 m Türmchen in Dubai fertig sind). Im Gegensatz zu meiner Gastschwester erfüllte diese (erste) Einkaufstour mein Herz nicht mir Glück, denn was ich wollte, waren Bücher, keine Kleider, doch der durchaus riesige Buchladen war für meinen Geschmack zu unsortiert und ich habe kein einziges englisches Buch finden können. Nach kurzer Zeit habe ich mich dann also in ein Starbucks abgesetzt, einen Kaffee geschlürft und einen Muffin gefuttert, während mein Schwesterherz frohen Mutes weitere Besorgungen erledigt hat (die Gute hat mich gut 1 Stunde warten lassen xD ).

SIE war nach relativ kurzer Zeit also glücklich und zufrieden, nur ICH war es nicht…ich hatte in dieser Mall letzten Endes doch ein Buch gekauft, von dem ich später merkte, dass ich es bereits gelesen hatte. Da meine Gastschwester aber ein gutes Kind ist und sich selten beschwert, habe ich sie zum Taipei 101 geschleift, da sie mir versichert hatte, dass es dort eine adäquate Buchhandlung für mich gibt. Und sie hatte Recht. Am Ende des Tages hatte ich vier neue Bücher (u.A. einen Sammelband von William Blake – ja, haltet mich ruhig für komisch) und war endlich, endlich zufrieden. Die Torturen des Tages hatten sich doch gelohnt.


20
Aug
08

Nichts zu tun, nichts zu erzählen, aber trotzdem was schreiben

Ich finde der Titel sagt schon mal ziemlich viel…

Wollte mich eigentlich nur mal „melden“, dass ich noch am leben bin und alles soweit in Ordnung ist. Auch würde ich den Blog gerne updaten, doch hab ich leider kein Thema, denn die letzten Tage war ich mehr oder weniger nur „zu Hause“ und habe eigentlich nichts machen können. Vielleicht sollte ich mir bei Gelegenheit mal ein Buch kaufen.

Doch, da fällt mir was ein. Meine Gastschwester Mimi hat gestern einen ziemlich üblen Abflug gemacht (ich übertreibe wegen der Spannung), wobei eine gewisse (nasse) Treppe keine unwichtige Rolle spielt. Naja, sie hat erst mal ein wenig rumgeheult, dann geschmollt (, mich komisch angeguckt…weiß Gott, warum) und anschließend 30 Minuten lang geduscht. Bin mir sicher, sie wird es wohl überleben (kann jedenfalls nichts Gegenteiliges feststellen)…

Hmm, ich hab ja doch etwas zu erzählen…hier ist noch mehr: Im Haus herrscht momentan eine gedrückte Stimmung (so kann man das glaube ich sagen), denn mein armes Schwesterchen hier drüben muss wahrscheinlich noch 4 Wochen auf ihr Visum warten (warum auch immer, das hat meine ich was damit zu tun, dass die französische Schule verpennt hat, irgendein olles Formular zu schreiben – wie Franzosen eben so sind) , dabei soll sie am 27.08. schon nach Frankreich fliegen. Ich schätze das macht ihr ziemlich zu schaffen, sie redet nämlich nicht mehr besonders viel (das ist besonders auffällig, weil sie sonst den Mund nicht zu kriegt 😀 ). Armes Ding, als hätte sie wegen der Treppe nicht schon genug zu leiden…

Liebe Grüße

P.S.: Meine lieben Klassekameraden freuen sich doch sicher, dass das Sportfest ausgefallen ist, oder irre ich mich? 😉

19
Aug
08

Geschützt: Lars, das hier ist für dich :D

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18
Aug
08

Bad habits…

Ja…dieser Eintrag ist eigentlich völlig sinnlos, aber ich muss da mal was loswerden…

Ratet mal, was ich heute zum Frühstück hatte, na? Irgendeine Ahnung? Jaaaah…rischtööösch, Kaffee! Aber das war zu leicht. Ratet nochmal, ihr kommt sicher nie drauf… 😀

Okay, ich verrats euch, zum Frühstück gab es heuteeeeee….(die Spannung steigt)…einen BigMac und ne Coke bei McDonald’s (TM)!!!

Ich glaube, langsam werde ich echt komisch…Was meint ihr? 😀 😀

Liebe Grüße

17
Aug
08

National Taiwan Ocean University

Am gestrigen Samstag sind wir (meine Gastmutter, meine Gastschwestern und der Cousin) nach Keelung, eine Hafenstadt im Norden, gefahren und haben dort die „Ocean Universtity“ besichtig, die meine ältere Gastschwester Ava (18 ) bald besuchen wird. Die Universität erschien mir eher klein, aber für das, was Ava studieren möchte der perfekte Ort, denn die „National Taiwan Ocean Universtity“ scheint für ihr spezielle Fach (ich hab eigentlich keine Ahnung was das ist) die beste zu sein.

Bevor wir aber in Keelung ankamen, mussten wir erst einmal gute zwei Stunden Auto fahren, die ich persönlich ganz gemütlich verschlafen habe…ich war mal wieder irgendwie ein bisschen müde . Dann verließ uns Ava und hörte sich einen Vortrag an, während der Rest von uns unzählige Fische in unzähligen Aquarien betrachtete. Irgendwann wurde uns dann aber doch ganz schön langweilig und wir wussten mit unserer Freizeit mal wieder gar nichts anzufangen. Hinzu kam auch noch, dass wir vor Hunger (mal wieder) fast gestorben wären, hätte ich an dem Tag mal mehr zum Frühstück gegessen (hinterher weiß man ja immer alles besser).

Gegen 15 Uhr war die ganze Besichtigung, was auch immer endlich vorbei und wir machten uns auf den Weg zu der berühmtesten Straße in Keelung. Diese Straße führt zu einem kleinen Tempel und man kann dort nur essbare Spezialitäten kaufen, die Vielfalt der angebotenen Gerichte ist geradezu atemberaubend, obwohl ich nur wenige dieser Speisen wirklich eindeutig identifizieren konnte…
Ich hab mich jedenfalls amüsiert und mir den Bauch vollgeschlagen, auch wenn ich das ein oder andere Mal Angst haben musste, von irgendeinem Auto oder Motorroller umgefahren zu werden. Anschließend haben wir uns wieder auf den Weg nach Hause gemacht und ich habe erneut festgestellt, dass meine Gastmutter (sie hat keinen englischen Namen, also darf ich sie „Ma-mi“ nennen) eine verdammt gute Autofahrerin ist. Ganz im Ernst (meinetwegen auch im August), der Verkehr hier ist schon irgendwie unheimlich. Aber eins ist sicher, Papa, Schatz, du kämst hier gut zurecht, versprochen.