24
Aug
08

Potrait meiner ersten Gastfamilie

Ich dachte mir, ich sollte mal ein kleines Familienportrait über meine ersten Gastgeber anlegen, damit ihr mal eine kleine Übersicht und ein wenig mehr Durchblick erhaltet. Also, wo fang ich an?

Am Besten beim Familienoberhaupt: Der Mutter (wie alt sie wohl sein mag?), sie ist es, die die Hosen hier anhat. Ihren richtigen Name weiß ich gar nicht, obwohl sie selbst sich zwischendurch mal „Vivian“ nennt (eigentlich hat sie nämlich gar keinen englischen Namen) – normalerweise wird sie aber von jedem „Mami“ genannt. Für gewöhnlich habe ich keine Ahnung, was sie (mir) so erzählt, da ihr Englisch für eine Konversation nicht wirklich ausreicht – naja, wir verstehen uns auch ohne Worte…manchmal. Die Hausherrin ist wirklich freundlich und kümmert sich tatsächlich rührend um mich, ihr Lieblingssatz ist „Are you hungry?“ (diesen Satz beherrscht sie wirklich perfekt). „Mami“ ist wirklich ein knuffiges Figürchen, ich mag sie sehr, obwohl manch Missverständnis zwischen uns schon die ein oder andere komische Situation kreiert hat und ich mir das ein oder andere Mal schon richtig schön blöd vorgekommen bin.

Weiter geht’s mit Andy (fast 50?), er ist derjenige, der das Geld beisteuert und daher den ganzen Tag von morgens früh bis abends spät am arbeiten ist. Mein Gastvater (, wenn er denn zu Hause ist) ist ein sehr fürsorglicher Kerl und ich habe ihn noch nie anders als total freundlich und umgänglich erlebt – soll heißen, er hat noch nie ein Familienmitglied in meiner Gegenwart angemault. Außerdem bemüht er sich über alle Maße, interessiert an meiner Heimat zu sein und stellt eine Menge Fragen, was ich nicht unbedingt immer so toll finde. Einmal fragte er mich, was der Unterschied zwischen schwedischem und russischem Wodka sei, da ich keine Ahnung hatte, was er jetzt von mir hören wollte, habe ich mir einfach eine poetische Antwort einfallen lassen: „Wodka ist eine russische Erfindung, also belass den Wodka bei den Russen und kauf das Original.“ Ich fühle mich zwar geehrt, dass er mich für so schlau hält (was ich ja auch bin 😀 ), jede seiner Fragen beantworten zu könne, doch manchmal machen mir seine Fragestellung und sein Akzent wirklich schwer zu schaffen und ich versteh absolut nicht, was er von mir will…wie schön, dass Improvisation nicht zu meinen Schwächen gehört (Schillerstraße sei Dank!). Eigentlich kann ich ihm aber nichts verübeln, da er mir immer (auch ungefragt) viele Dinge über Taiwan erklärt und mir tatsächlich schon einige interessante Themen näher gebracht hat 😀 .

—>>>Fortsetzung folgt (oder auch nicht…vielleicht, wenn mir mal extrem langweilig ist)<<<—


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2 Responses to “Potrait meiner ersten Gastfamilie”


  1. 1 estelle
    24. Juli 2009 um 22:29

    Hallo =)
    Ich heisse Estelle und gehe demnächst nach Taipei. Ich weiss : Wir kennen uns nicht, aber ich wollte dich nur fragen, wie du deine Gastfamilie gefunden hast. Morgens werde ich Chinesisch lernen (Langzeichen) und an Nachmittag arbeiten, daher habe ich ein bisschen Mühe mit der Suche. Ich sehe „Rotary“ ganz oben, also denk ich mal, du hast die Familie durch sie kennegelernt, aber fragen schadet ja nicht 😉
    Oder kennst du zufällig eine vertauenswürdige Website für Gastfamilien in Taipei ?
    xoxo
    Estelle

  2. 2 Terrorfee
    28. Juli 2009 um 20:36

    @Estelle: Schön, dass du nach Taipei gehts, gute Wahl. Meine Gastfamilie musste ich nicht suchen, da sie mir ja von Rotary „zugeteilt“ wurde. Ansonsten habe ich keine Ahnung, wo du eine Gastfamilie aufgabeln könntest. Tut mir leid.
    Viel Spaß in Taiwan!


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