Archiv für September 2008

29
Sep
08

klein Bayern in Taipei

Hoch die Tassen! Prost ihr Lieben!

Am Freitag war dann also Oktoberfest in Taipei, genauer gesagt in der Taipei European School, veranstaltet vom „German Department“ der Schule.
Ich halle allerdings keine Lust, alleine in „klein Bayern“ herum zu laufen (ehrlich, mit den ganzen Asiaten war das wirklich wie in Deutschland), weshalb ich einfach ein paar Freunde (Jordan und Shane aus den US, Carlos und „Mome“ aus Mexiko) eingeladen habe, mir Gesellschaft zu leisten, was wie ich zugeben muss, eine äußerst gute Idee gewesen ist. Ohne, dass ich jetzt zu sehr übertreibe, aber dieses Oktoberfest war wirklich irgendwie gruselig, ich meine, wenn man normalerweise von winzig kleinen Asiaten umgeben ist, dann sind die schrecklich großen, schrecklich dicken (und größtenteils blonden) Deutschen schon furchteinflößend…Oy, jetzt habe ich schon Angst vor meinen eigenen Landsleuten.
Na, ja, Angst nun auch wieder nicht, aber die ganze Veranstaltung war schon seltsam…ich kann das gar nicht so recht in Worte fassen. (Deshalb lasse ich das jetzt auch besser.)

Wie auch immer, es war ja Oktoberfest und das hieß natürlich, na klar, deutsches Essen und deutsches Bier (welches ich und meine Freunde natürlich nicht probiert haben, da wir so was ja nicht dürfen, wir sind ja keine bösen Kinderchen).
Hm, wenn ich ehrlich bin, das Essen war grottig, ich sach nur: Sauerkraut aus der Dose – baaaah, widerlich *würg*! Die Kartoffelmatsche war auch nicht wirklich mein Fall, die Würstchen…von denen möchte ich ja gar nicht erst anfangen. Außerdem ist das ganze ordentlich ins Regenwasser gefallen…Taifun und so, ich glaube mehr muss ich dazu nicht sagen.
Hier kommt jetzt das dicke ABER Alles in Allem war das muntere Abhängen mit meinen Freunden (, die alle wirklich, wirklich knackig sind) total lustig und wir hatten eine Menge Spaß, während wir uns die ein oder andere Geschichte erzählt haben (es ist schon interessant, was einem bei Starbucks so alles passieren kann – und ich meine nicht, das man sich die Zunge verbrennt).

Ich laber schon wieder zu viel… 😀


29
Sep
08

Regen, nichts als Regen

Ich meine, ich hätte es schon einmal erwähnt, aber ein „frischer“ Taifun ist im Anmarsch bzw. schon so gut wie da und es regnet schon seit zwei Tagen ununterbrochen, dieses mal ist es auch wirklich ziemlich windig, denn dieser Taifun trifft direkt auf Taiwan und zieht „über uns her“, während der letzte uns mehr oder weniger nur gestreift hat.
Ich persönlich finde das allerdings nicht weiter schlimm, da die Chance besteht, dass die Schulen (zumindest hier in Taipei) für ein bis zwei Tage geschlossen bleiben und ich mir ein entspanntes langes Wochenende machen kann – soll heißen: Ich kann endlich meine ganzen Blogeinträge nachholen und außerdem eine Menge Videos auf YouTube schauen, während ich Kekse futter und Dosen-Tee bzw. Yakult schlürfe (mal schauen, ob noch was leckeres im Kühlschrank ist). Hört sich doch wie ein Plan an oder?
Glücklicherweise ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Unterricht ausfällt ziemlich (ok, relativ) groß, da der Taifun am Montag erst richtig zuschlagen soll. An so was könnte ich mich ganz locker gewöhnen…ein wenig unpraktisch ist nur, dass durch das üble Wetter der Empfang für Mobiltelefone und Sonstiges nicht besonders gut ist (, was somit auch meinen Internetzugang betrifft, da dieser über das Mobilfunknetz läuft…na ja, das werden wir noch genauer sehen, denn gerade (d.h. zu der Zeit, in der der Artikel entstand – also Sonntag) bin ich eh nicht zu Hause.

Fortsetzung (Montag): Yeeeeehaaaaa! Keine Schule heute, kein Chinesisch-Test! *freu freu* Ich weiß, in Deutschland sind jetzt Ferien und im Vergleich dazu ist ein freier Tag ziemlich mager, aber immerhin besser als gar nichts. Man soll sich ja auch über die kleinen Dinge im Leben freuen.
Ich hätte mir nur gewünscht, dass ich mit meinem freien Tag den ein oder anderen hätte ärgern können, aber wahrscheinlich ärgert der ein oder andere jetzt mich, da ich ja noch keine Ferien habe….


29
Sep
08

Milchskandal

Hm…Clara konnte es mal wieder nicht lassen und hat in ihrer neugierigen Art (wie die Gute nun mal ist), einfach mal vergessen, ihr Gehirn auszuschalten – schäm dich! Schäm dich dafür, dass es MIR nicht selbst eingefallen ist, etwas mehr über die Hintergründe des „Skandals“ zu schreiben….aber danke, dass du gleich eine Menge Fragen stellst, eventuell habe ich sogar die ein oder andere Antwort parat. 😀
Nein, nein, Spaß bei Seite…brauchst dich nicht allzu sehr schämen, durch dich habe ich jetzt die Möglichkeit, einen tatsächlich interessanten und ernsthaften Artikel schreiben 😀 (wobei ernsthaft auch wieder übertrieben ist, ich bin ja keine Journalistin, aber dafür verweise ich gerne auf Klaus 🙂 ).
Clara schrieb in einem Comment, ich zitiere (bzw. kopiere und berichtige die Rechtschreibfehler, die eigentlich gar nicht vorhanden sind, wie mir Microsoft Word gerade mitteilt):

Hey Lara
aus gegebenem Milchanlass fang ich jetzt doch mal an meine streberhaften Fragen zu stellen:
Bei uns in Deutschland kommt folgendes an: IN CHINA ist Milch verseucht. IN CHINA sind ein paar Babys an Nierensteinen gestorben. IN CHINA wird der Skandal vertuscht.
Wie ähnlich sind sich China und Taiwan? Klar, politisch, vom System her irgendwie überhaupt nicht…
aber zum Beispiel Nationalbewusstsein. Das scheint in der VR China ja relativ groß zu sein (wie wir bei Olympia im Zusammenhang mit Tibet – und auch Taiwan erlebt haben) (okay, wenn man seit Generationen mit so einer Propaganda lebt…) Wie ist das zum Beispiel in Taiwan? Und wenn die auch alle so stolz auf ihr Land sind, bezieht sich as dann auf das Chinesische oder auf das Taiwanesische?
Und noch mal zum Politischen: wurde der Milchskandal bei euch auch erst heruntergespielt? Okay, eigentlich, wenn ich so drüber nachdenke, kann man das eh keinem vorwerfen. Bevölkerung beruhigen ist ja auch wichtig. Und bei unsern Gammelfleischskandalen sagen ja auch immer alle, dass es sich nur um einzelne Betriebe handelt und keine Gefahr blablabla…^^
Ohje, das war ja noch streberhafter (soll heißen intellektueller, spaßbremserischer, nerviger) als ich dachte…
Vielleicht haste ja trotzdem (oder deshalb;)) ne Antwort…
wenn nicht ist auch egal
wollt nur auch mal wieder ein comment schreiben…

Zu den Fragen bzw. Anmerkungen: Ja, es stimmt, IN CHINA hat das alles angefangen, da dort das verseuchte Milchpulver produziert wurde, welches aber wiederum in alle Welt verschifft wurde. Soweit ich weiß sind anderswo auf der Welt tatsächlich nur „ein paar Babys“, IN CHINA allerdings sind meines Wissens gute 50 – 60 Tausend Säuglinge sozusagen an einer Überdosis einer bestimmten Chemikalie gestorben und nicht an Nierensteinen sondern an Leberversagen…über das Vertuschen weiß ich leider nicht so viel, ich kann die Nachrichten nämlich eigentlich nicht verstehen, ich lasse sie mir nur hin und wieder mal übersetzen.
Wie ähnlich sich China und Taiwan sind, kann ich eigentlich nicht mit Bestimmtheit sagen, da ich noch nie auf dem Festland gewesen bin, alles in allem denke ich aber, das Taiwan weitaus offener in jeglicher Hinsicht ist als China.
Das mit dem Nationalbewusstsein bezieht sich so wie ich das erlebt habe vor allem auf Taiwan, aber nur was Baseball betrifft. Ansonsten scheinen die Volksrepublik und die Republik China untrennbar mit einander verbunden zu sein, denn in jedem öffentlichen Gebäude (z.B. Schulen) finde man eine Statue und/oder Bilder von Sun Yat Sen, der sowohl für China als auch für Taiwan eine große Persönlichkeit darstellt…im Großen und Ganzen, solltet ihr aber nicht zu viel auf meine Antworten geben, das Thema ist einfach viel zu umfangreich, um da so schnell durchzusteigen…

Ach und Clara, mach dir keine Gedanken, so „intellektuell(er), spaßbremserisch(er), nervig(er)“ waren deine Fragen nun auch wieder nicht, tut mir aber leid, das ich sie nicht wirklich zufrieden stellend beantworten konnte 😉

24
Sep
08

Yoga-Bärchen

Meine heutige Episode des heutigen taiwanischen Alltagswahnsinns begann (wie immer) mit Chinesisch-Unterricht, der eigentlich (wie immer) ziemlich easy war, da ich (wie fast immer – haha, reingelegt), dank meines Intensivkurses im Vorfeld des Austauschs, den Großteil des „neu“ Gelernten schon mühelos umsetzen kann…ich olle Angeberin 😀 .
Anschließend ging es dann zum nächsten „Tea-Shop“ (sinngemäß: „Kaschemme, in der alle möglichen und unmöglichen Teemischgetränke verkauft werden“), um erst einmal den Flüssigkeitshaushalt mit einem eiskalten „Ginger Milk Tea“ (Ingwer-Tee mit Milchpulver – dazu gleich mehr) auszugleichen, denn 35°C Außentemperatur erfordern drastische Maßnahmen…Auf einer Skala von 1 bis 10 wie grün vor Neid seid ihr, wenn1Pastelgrün (meinetwegen auch Kotzgrün) entspricht und 10 eher einem Horrorfilm-Wald bei Neumond ohne Taschenlampe ähnelt?
Ich sollte, jetzt wohl erwähnen, dass hier in Taiwan momentan eine „große Sache“ von wegen vergiftetem Milchpulver abläuft, wodurch wohl schon etliche Säuglinge gestorben sind, weswegen es einen riesigen Medienaufstand rund um das Geschehen gibt…allerdings nur in der Landessprache, weshalb ich davon bis zu diesem Abend noch nichts wusste. Wie gut, dass ich wenige Stunden zuvor, einen Milch-Tee mit Milchpulver statt richtiger Milch genüsslich zu mir genommen habe. Zwar bin ich kein Säugling, aber sollte ich plötzlich sterben, war es nicht der Verkehr sondern der Milchersatz, der mich dahingerafft hat. Was soll’s, das Endergebnis ist ja doch dasselbe, nur sehe ich nach meinem „Verkehrsunfalltod“ nicht mehr unbedingt so einwandfrei aus…

Kommen wir zum nächsten Teil unserer heutigen Episode: Yoga. Und zwar war ich letzte Woche Dienstag (okay, ist schon lange her, tut mir leid) eigentlich früher mit der Schule durch, allerdings ergab es sich, dass mich eine meiner Lehrerinnen eingeladen hat, mit an ihrem Yoga-Kurs teilzunehmen. Ich dachte mir dann: „Okay Lara, du hast eh keine Hobbys und zu tun hast du auch absolut nichts, also kannst du auch ganz entspannt deinen Körper ein wenig verbiegen“.
Das hab ich dann auch gemacht und im Endeffekt war es doch ganz lustig, auch wenn ich wirklich kein Wort verstanden habe, was vielleicht nicht das Schlimmste war (wer weiß, was für einen Quatsch die Yoga-Tante gelabert hat). Wie dem auch sei, nächstes Mal (also morgen) geh ich wohl wieder hin, da ich ja tatsächlich eh nichts Besseres zu tun habe. (Außerdem ist es ziemlich lustig meine eigene Lehrerin dabei zu beobachten, wie sich mit den „Figuren“ abmüht *schmunzel*.)


22
Sep
08

Und noch ein Taifun

…wenn das nicht mal langweilig ist, dann weiß ich auch nicht so recht weiter, aber das Wetter hier bietet momentan überraschend viel Abwechslung: Morgens scheint die Sonne und schon gegen 9 Uhr ist es gute 30°C warm, mittags ist es dann bewölkt, regnerisch und windig, wenn auch immer noch recht warm (vielleicht 28°C?). So ein Sauwetter, vor allem ohne Regenschirm, den ich als hauptberuflich bequemer Mensch natürlich nicht mit mir herumschleppe…
Das wiederum hat meine Klassenlehrerin einigermaßen erstaunt bzw. verunsichert, da ich, als sie mich beim Anblick meiner leicht feuchten Schuluniform auf meinen nicht vorhandenen Regenschirm ansprach, ich zu ihr meinte „Regen ist doch nur Wasser, das trocknet wieder“ und sich mich daraufhin darüber aufklärte, dass der Regen hier doch sehr schmutzig sei und ich mir auf Grund meiner Sorglosigkeit (Ignoranz?) eine Glatze einhandeln könnte (das war sicher maßlos übertrieben), worauf ich aber konterte, dass Perücken auch ganz nett seien, was ihr dann den „Rest“ gegeben hat.
Und was lernen wir daraus??? Jawoll, es hat keinen Sinn, mir irgendetwas beibringen zu wollen, ich mache ja doch, was ich will – ich böses, böhses Mädchen (ja, ich mache gerne Rechtschreibfehler, das lässt mich aus PR-technischen Gründen viel, viel sympathischer wirken). Aber was kann ich schon dafür, so ist das eben, wenn man als Sternzeichen Widder zu Welt kommt.

Langsam habe ich die Befürchtung, meine Artikel werden mehr und mehr vollkommen schmageggi (das „Wort“ wollte ich schon immer mal benutzen). Wer mehr über die Bedeutung dieses Wortes erfahren möchte, schaut sich doch bitte auf YouTube einfach mal Season 1 bis 6 der US-amerikanischen Comedy-Serie „The Nanny“ an…ich bin mittlerweile schon bei Season 4 angekommen (so was passiert, wenn man keinen Fernseher mehr zur freien Verfügung hat)… 😀

Dumdidum, so weit so gut. Meine Chinesisch-Kenntnisse machen mittlerweile recht gute Fortschritte, auch wenn ich außerhalb meines Klassenraumes tatsächlich leichte „Problemchen“ habe, das Gelernte auch anzuwenden (das liegt dann wohl am Schock plötzlich Chinesisch sprechen zu müssen und schwupp! Habe ich absolut gar keine Ahnung, was ich sagen soll, das fällt mir immer erst hinterher ein…

Für die, die es interessiert: Dieser Artikel entstand im Unterricht an meiner High School, da ich – warum auch immer – vergessen habe, den Klassenraum zu verlassen, wie ich es normalerweise IMMER tue, wenn ich nicht am Unterricht teilnehmen muss…Vielleicht ist heute einfach nicht mein Tag, mir sind in der Zwischenzeit schon zwei Haare ausgefallen.

Ach, hätt ich fast vergessen…Als ich heute in die Schule kam, trat einer meiner Klassenkameraden (zugegeben ein einigermaßen knackicher Kamerad) auf mich zu und schenkte mir einen Ring. Nein! Ich werde nicht heiraten. Keine falschen Hoffnungen…so schnell werdet ihr mich nicht los, ich komme wieder! Ätsch!

War das jetzt zu übertrieben….?

Liep euch 😛


22
Sep
08

Thai-Movies und Dosentee

Wochenende. Endlich Ruhe! Keine lebensgefährlich Bus – oder Motorrollerfahrten, keine Schule, kein Stress…herrlich. 😀
Am gestrigen Freitag hatte ich dann glücklicherweise mal wieder Freigang und durfte bzw. konnte ganz entspannt mit meinen Freunden (Jani aus Italien und Jordan aus den US) durch den Shopping-Distrikt „XimenDing“ streichen.

Bevor es aber zum streichen ging, war ich erstmal noch in der Schule und obwohl ich die letzte Stunde (von 16:15 bis 17:05 Uhr) frei hatte, konnte ich mich noch nicht auf den Weg machen, da das Schulgelände abgeschlossen war und ich (wie auch alle anderen Schüler) eingesperrt war. Zum Glück konnte ich die Zeit sinnvoll nutzen, indem ich meine Schultasche optisch verschönert habe – wisst ihr, die Schultaschen sehen alle gleich aus, was es zu einem Trend macht, das ein oder andere extra hinzuzufügen.

Bla, bla, bla, ich rede schon wieder viel zu viel…vielleicht sollte ich jetzt einfach mal zum Punkt kommen…

Nach Schulschluss bin ich also husch, husch zur nächsten MRT Station getippelt (natürlich nicht, ohne mich vorher von diversen Leute zu verabschieden), wobei sich schon die ersten Anzeichen eines baldigen Hungertodes bemerkbar machten. Erfreulicherweise hatten wir schon im Voraus geplant, ordentlich essen zu gehen, da man sich das hier in Taiwan wunderbar leisten kann. 😀 und nach kurzer Debatte, was genau wir denn essen wollten, viel die Wahl auf Sushi *freu, freu* – was bei weitem die einfachste Lösung unseres „Hungertod-Problems“ war, da die nächste Sushi-Bar keine 50 Meter entfernt angesiedelt war…herrlich, herrlich. Das Essen war einfach wunderbar, himmlisch, was mich anschließend glatt dazu veranlasste mit meinen Freunden auf Wolke 7 zum nächsten Kino zu schweben…und ewig in einer blöden Warteschlange herumzustehen bis wir endlich, endlich (nach gut 20 Minuten) an der Reihe waren.
Das einzig Dumme dabei war nur, dass der Film, den wir uns im Voraus ausgesucht hatten schon ausverkauft war und auch für unsere zweite Wahl gab es keine Karten mehr. Anstatt uns also mit irgendeinen x-beliebigen Hollywoodfilm zufrieden zu geben (z.B. Hellboy II – ehrlich, ICH mag Hollywood, nur waren meine Freunde davon nicht wirklich begeistert), musste es ja irgendein Film sein, von dem man absolut noch nie etwas gehört hatte. Großer Fehler sag ich euch, denn der Film, den man (nein, eigentlich war es nur eine einzige Person) sich in Sekundenbruchteilen ausgesucht hatte entpuppte sich bald als Low-Budget Horrorfilm „4bia“ (auch „Phobia“) aus Thailand (hier der Link zum Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=YSWB1yuwPU8 ), der zuerst ziemlich lustig, dann ziemlich langweilig und am Ende doch ziemlich übel war. Der Film bestand eigentlich aus 4 Filmen, die alle mehr oder weniger trashy waren, nur der letzte war wirklich, wirklich schaurig – und das sage ausgerechnet ich (okay, es ist möglich, dass ich mich langsam in ein kleines Mädchen zurück verwandle, obwohl ich das ja nicht so wirklich glaube…).

Man, man, man, nach dem Movie war ich dann noch ein kleines wenig shoppen und habe anschließend ziemlich gute gratis Live-Musik genossen, während ich auf meine Gastvater wartete, der mich abholen wollte (, was ich eigentlich nicht wollte, aber wen interessiert das schon?) 😛 .

Kaum war ich zu Hause, habe ich mich auf den Weg zum Kühlschrank gemacht und habe etwas ganz Interessantes vorgefunden: Tee in Dosen! Ich meine Tee ist ja hier wirklich nichts besonders, aber ich bitte euch, doch nicht aus der Dose!
By the way, das Zeug ist gar nicht mal so übel…ich könnte mich tatsächlich dran gewöhnen 😀 .

Dosentee

Dosentee

So viel dazu, in diesem Sinne…haunse rein! 😀

17
Sep
08

Oh happy day! – 15.09.08

NICHT! Gar nicht! Überhaupt nicht! Montag war der beschissenste – die Wortwahl tut mir wirklich leid – Tag seit ich hier bin.

Wirklich übel fing der Morgen allerdings nicht an, ich musste nämlich nicht ganz so früh aufstehen wie sonst, da mein Chinesisch-Unterricht endlich anfangen sollte und der geht erst um 9 Uhr los.
Dann nahm die ganze Miesere aber auch schon ihren Lauf, denn es regnete wegen dem Taifun immer noch in Strömen und die Frau, die mich (in ihrem Lexus) zur Schule fahren sollte, fuhr erst einmal los, ohne vorher meine Begleitperson auch mit einzupacken, was mich allerdings erstmal nicht gewundert hat, da ich gar nicht wusste, dass ich begleitet werden sollte…Eigentlich war ich um pünktlich um 7.30 Uhr fertig, das Haus zu verlassen, aber da dieser ganze erste „Aufstand“ hat gute 10 Minütchen gedauert.
Danahaaach (ja, ich weiß, rechtschreibtechnisch ist das absolut falsch) habe ich auf der ca. 3km Strecke zu meiner Haltestelle eine gute halbe Stunde im Stau gestanden. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, was abging…
Irschendwann war ich dann auch endlich mal an der Haltestelle und versuchte verzweifelt in einen Bus der Linie 299 einzusteigen, was allerdings erstmal nicht geklappt hat, da alle drei Busse, die an mir und meiner netten Begleiterin vorbei fuhren hoffnungslos überfüllt waren. Es blieb uns also nichts anderes über, als den vierten Bus zu nehmen, der vorbei kam…zu dem Zeitpunkt war es schon nach 8 Uhr und mein Puls ging ein wenig in die Höhe, da ich mich allmählich zu fragen begann, ob ich pünktlich zum Chinesisch-Unterricht erscheinen würde. Das hat wie ihr euch sicher vorstellen könnt natürlich nicht geklappt, da ich auf Grund eines vorübergehend geschlossenen Highways über eine Stunde im Bus stand, ohne dass dieser sich mehr als 1 km bewegt hat. Das war wirklich, wirklich scheiße (tut mir leid, es schickt sich nicht, so etwas zu schreiben, aber mir fehlen da tatsächlich nettere Worte), denn ich musste ja anschließend noch mit dem MRT durch die Gegend fahren und dann auch noch laufen, was nicht wirklich schnell ging, da die nette Frau, die sich mit mir auf den Weg begeben hat, Highheels trug – wirklich eine ziemlich unglückliche Wahl der Fußbekleidung.
Am bitteren Ende war ich dann gut eine Stunde zu spät: Anstatt um 9Uhr war ich um 10Uhr da – die ganze Geschichte von wegen „Opening Ceremony“ ging dann auch nur noch eine gute halbe Stunde…dann war’s auch schon wieder vorbei.
Als wir dann das Gebäude verließen, in dem die „Feierlichkeiten“ stattfanden, fanden wir mehrere Krankenwagen auf dem Hof vor, über die ich mich erst einmal nicht weiter gewundert habe. (Das kam dann erst einen Tag später, also am 16., da mir eine Freundin erzählte, jemand hätte sich den Tag zuvor vom 7. Stock heruntergestürzt – deshalb die Ambulanz. Sie erwähnter außerdem, dass der vermutliche Selbstmörder wohl „Erfolg“ mit seinem Vorhaben gehabt hat.)

So viel dazu, da sieht man mal, wie aktuell meine Artikel sind 😀 .

Hm, dann musste ich mal wieder zur Schule, was irgendwie wie immer war…hab also nichts Aufregendes darüber zu erzählen.

Nach der Schule, bin ich dann (, weil mir ja nichts anderes überblieb) mit dem MRT zurück zur Main Station gebraust, nur um dort eine Stunde vergeblich auf meinen Bus zu warten.
Was für ein Tag, der immer noch nicht zu Ende war, denn ich musste ja noch irgendwie nach Hause. Und dafür musste ich erst noch einen anderen Bus (wieder Linie 299) finden, der in die richtige Richtung fuhr, was gar nicht so leicht war…Versucht mal euch in einem riesigen Gebäude ohne vernünftige Ausschilderung zu Recht zu finden. Was für ein Krampf! Aber ich habe es dann tatsächlich doch geschafft, einen Platz in einem total überfüllten, stickenden Bus zu finden…wie ich Bus fahren hasse, das raubt einem wirklich den letzten Nerv – vor allem, weil man immer, wirklich immer stehen muss und, und, und…Zu allem Überfluss wusste ich auch nicht wirklich, wo ich aussteigen sollte, was dann zum Glück doch kein so großes Problem war, da ich (obwohl es ziemlich dunkel war) meine allmorgendliche Haltestelle wieder erkannte.

Das war ein absolut höllischer Tag und ich hoffe, so was muss ich so schnell nicht wieder erleben…

In diesem Sinne, hab euch alle lieb.