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Sep
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Eisiges Vergnügen der besonderen Art

An diesem Freitagabend, einem herrlich lauen von einer leichten Brise erfrischten Abend in der lauten und niemals schlafenden Stadt Taipei, traf ich mich frohen Mutes mit ein paar anderen Austauschschülern (Jani, 19, richtig knackiger Italiener; Jordan, 18, blonde Amerikanerin; Mathilde, 19, durchgeknallte Französin) zum Eiskrem-Essen in „Ximending“, einem hoch frequentierten Einkaufsviertel…

Vorher war ich allerdings noch bis gut 17.40 Uhr in der Schule, da ich noch ein Interview geben musste und meine „Verstrauens“-Lehrerin unbedingt noch mit mir quatschen wollte – woraus allerdings nicht wirklich etwas geworden ist, denn obwohl sie geplant hatte, mit mir im MRT (*tuf tuf*) durch die Gegend zu fahren, hatte sie doch glatt vergessen, dass sie noch unterrichten musste. So machte ich mich also einsam und alleine auf den Weg zum nächsten 7-Eleven, ich brauchte ganz dringend einen Kaffee, denn ich fühlte schon langsam das Leben aus meinen müde Knochen schwinden…Kinder fangt bitte nicht an, Kaffee zu trinken, das werdet ihr nie wieder los! Ich weiß, wovon ich rede. 😛
Vom 7-Eleven aus ging es dann langsam in Mitten von Heerscharen von uniform gekleideten jungen Menschen (, die mich alle anstarrten und von denen einige über mich lachte) in Richtung der „Houshanpi“ (sprich: Huh-san-pi) MRT Station, wo ich mich zu allererst einmal gemütlich hinsetzte, um mein Käffchen stilecht zu mir zu nehmen.
Irgendwann war das mit dem Kaffee dann auch geschafft und ich drängte mich in die Bahn zur „Ximen“ Station, um zum verabredeten Treffpunkt zu gelangen.
Da wir uns aber erst um 19 Uhr treffen wollte und ich schon um kurz nach 18 Uhr da war, musste ich erstmal ordentlich lange rumstehenderweise warten (mit IPod und Handy im Gepäck war das dann aber doch nicht ganz so schlimm). Jani trudelte als erster und damit gut 20 Minuten früher als die anderen beiden ein und wir trotteten, da wir nichts Besseres zu tun hatte, in trauter Zweisamkeit zum nächsten 7-Elven und anschließend wieder zur MRT Station, denn Jordan hatte es auch endlich geschafft.
Jordan (für eine Amerikanerin irgendwie zu klein und zu dünn 😀 ) war es, die diesen „Ausflug“ verantwortlich war, da sie in einer englischsprachigen Zeitung aus Taipei etwas über eine total irre, aber total coole Eisdiele gelesen hatte – dort sollte es 70 verschiedene Geschmacksrichtungen geben. So machten wir uns also daran, besagte Eisdiele zu finden, was auch mit Wegbeschreibung ziemlich schwierig war. Am Ende haben wir dann durch die „Hilfe“ verschiedener (zugegeben auch echt netter) Taiwaner eine Stunde gebraucht, um den Laden zu finden, der ganz nebenbei nicht wirklich einladend aussah… 
Kaum waren wir dort angekommen, machten wir uns auch schon wieder auf den Weg, um Mathilde, die letzte im Bunde, an der Haltestelle einzusammeln – mittlerweile war es 20 Uhr und sie kam spontan noch vorbei. Danach sind wir zusammen wieder zurück zur Eisdiele gelaufen, die sich in der Zwischenzeit doch ordentlich gefüllt hatte.

Nahezu todesmutig wagten wir vier uns an die ausgefallenen Eissorten und bestellten dann Rose (was nicht so rosig war, wie es sich anhört), Honig (nicht ganz so ausgefallen, aber lecker), Ingwer (ziemlich interessant und ziemlich lecker), Zimt (mein Favorit, wenn auch nicht umwerfend besonders), Lotus-Wurzel (mit Stücken drin *jammi*), Rote Bohnen (auch mit Stückchen, aber etwas zu süß für meinen Geschmack) und zu guter letzt Karotten-Eis (lustige Idee, aber nicht ganz mein Fall).
Das war alles, was wir probiert haben, denn so ganz billig war das handgemachte Eis wirklich nicht…naja, die 10€ für sieben Kugeln Eis waren es schon wert.
Nächstes Mal muss ich glaube ich auch noch die Geschmacksvariationen Taiwan Beer, Brandy, Pflaumenwein, Curry, Chili und Beef probieren 😀 . Ich meine Bier essen ist doch okay oder? Ist ja nicht so, dass man davon besoffen werden könnte… 😛 😀

Ach was, nur ein Scherz, gibt noch viel bessere Eissorten…außerdem glaube ich, das taiwanisches Bier überhaupt nicht schmeckt und Pflaumenwein ist auch nicht wirklich lecker. 😀


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5 Responses to “Eisiges Vergnügen der besonderen Art”


  1. 7. September 2008 um 16:04

    Hey, Taiwan Beer ist nicht schlecht! Gibts auch in jedem 7/11, und eine Dose kostet nur 35 NT$ oder so, jedenfalls weniger als einen Euro. Tu nicht so, als ob Du es noch nicht probiert hättest 🙂

    Schönes Blog übrigens, gucke ich gerne rein.

    Viele Grüße unbekannterweise
    Klaus

  2. 2 Lara
    8. September 2008 um 03:16

    Hey Klaus, nett, dass du gerne in den Blog reinschaust 😀
    Aber ganz ehrlich, ich hab Taiwan Beer noch nicht probiert, auch wenn die „Versuchung“ doch schon manchmal sehr verlockend sein mag 😀
    Ausserdem darf ich hier gar kein Bier trinken, bin nicht alt genug…

    Heinken schmeckt mir so oder so viel besser 😀 und das gibt es auch in jedem 7-Eleven 🙂

  3. 3 Thomas Vollmer
    10. September 2008 um 22:07

    Hallo schatz, hast du mal auf klaus geklickt?…..tolle links kann ich dir sagen. Besonders herr wendel….sprechen wir noch drüber…
    hdl papa

  4. 12. September 2008 um 03:03

    Oh, danke. Ich fühle mich geehrt 🙂

  5. 5 deine kleine sis
    13. September 2008 um 20:19

    hi na wie gehts dir nun ich bin jetzt blond erlich gesagt ich vermisse dich total lara du vehlst mir sehr


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