27
Okt
08

Karaoke und heisse Quellen – 11. – 12.10.08

Das Wochenende fing ja schon wieder gut damit, an dass ich am Freitag mal wieder, zwecks BBQ, mit der ganzen Familie in das Haus in den Bergen auswandern musste, was mir bis jetzt noch nie sonderlich am Herzen gelegen hat. Mir hätte eigentlich der Autounfall am Tag davor gereicht, ich hätte nicht auch noch ein langweiliges BBQ gebraucht, aber mich fragt ja keiner…

Problem war nur erstmal, dass ich gar nicht wusste, wann es denn losgehen sollte und ich dazu auch noch hundemüde war. Gegen frühen Mittag bin ich dann also wach geworden und habe erst einmal meine Tasche gepackt und bin flux unter die Dusche gesprungen. Tatsache war, dass ich mal besser nicht ganz so lange geschlafen hätte, denn als ich frisch gebügelt aus dem Bad kam, stand mein Gastvater mehr oder weniger direkt vor mir und meinte, wir müssten irgendwie mal langsam los. Das „irgendwie mal los“ zog sich dann zwar auch wieder eine gute halbe Stunde hin, aber das gab mir Zeit, noch mal durch den ganzen Kram in meiner Tasche zu scannen, wobei ich bemerkte, dass ich meinen Bikini vielleicht auch noch einpacken sollte.

Kaum war ich dann Zusammen mit meinem kleinen Gastbruder in einem, der verbliebenen Autos, ging auch schon nicht los. Ich hatte es ja geahnt, aber so ist das eben, wenn man hier und da mal etwas vergisst, oder wenn die lieben Kinder auf den letzten Drücker noch Milch haben wollen…
Also irgendwann sind wir dann ja doch losgefahren und wie ich bald bemerke, ging es nicht in Richtung Berger, nein, da dieser Freitag gleichzeitig auch „Taiwan Nationalday“ war, ging es erst einmal zu einem berühmten Tempel (ich kannte ihn nicht) in Taipei, wo meine Gastmutter ersteinmal einige Opfergaben fuer die Goetter dar brachte, um um „good fortune“ zu bitten.
Als wird dann damit fertig waren, uns im Tempel im wahrsten Sinne des Wortes den „Arsch abzuschwitzen“, ging es mit dem Auto (einem Audi A5, wenn ich mich nicht irre) weiter in die Berge, wo man uns schon sehnsuechtig erwartete – also auf mich hat ja eigentlich keiner gewartet…

Der Tag ging nach einer (langen) Weile dann in den Abend ueber und das einzig Interessante war dann das BBQ bzw. einfach die Tatsache, dass ich erst einmal mit Essen beschaeftig war, was mir fuer den Anfang ein wenig an Freude bereitet hat – wie das eben so ist: Essen macht gluecklich, zwar nicht uebermaessig aber immerhin fuer den Moment.
Meine Laune wurde allerdings dann dadurch gesteigert, dass die „Kinder des Hauses“ den Film „Iron Man“ in den DVD-Player im Heimkino schmissen, womit ich dann wieder gut zwei Stunden totgeschlagen habe (den Film kannte ich dummerweise schon mehr oder weniger auswendig).

Bloed war nur, dass der Film nicht ewig dauerte, obwohl es mir beinahe so vorkam und auch am Essen verlor ich bald die Lust. So war ich also gezwungen, mir schon wieder eine andere Beschaeftigung zu suche, da keiner der Party-Gaeste Interesse daran haben zu schien, ein Gespreach mit mir zu fuehren. Fuers Erste gab ich mich also damit zu frieden, stillschweigend (ganz ohneSelbstmitleid ) in einer einsamen Ecke des Hauses zu sitzten.

Bla…

Spaeter am Abend habe ich dann aus dem Heimkino die eine bezauberde Stimme Karaoke trellern hoeren und bin dann auch gleich hineingegangen, da ich absolut neugierig war, wer mir denn da den Kopf verdrehte. Gefunden habe dort meine Gast-Tante (, die nicht singen kann) und einige Freunde von ihr (, die umso besser singen koennen); gemeinsam war man gerade am Sake (japanischer Reis-Schnaps) schluerfen, den ich (Gott sei Dank!) auch gleich angeboten bekommen habe. Das Zeug ist wirklich gar nicht mal so schlecht, doch da auf dem Nachbartisch eine Flasche Johnny Walker stand, meinte ich doch glatt zu dem anwesenden Teil meiner Familie (alles Tanten und Onkel), dass ich das Gesoeff doch viel lieber mag.
Geendet hat der Abend damit, dass wir zu viert (meine Tanten, Onkel und ich) zwei Flaschen Whisky gelehrt haben und ich ( wahrscheinlich auf Grund dessen) sogar einen Karaoke-Song „gesungen“ habe, obwohl ich GAR nicht singen kann. Naja, so viel dazu…
Liebe Rotarier, keine Sorge, ich war so gut wie gar nicht betrunken (angeheitert, ja, aber ich hatte immer noch alle meine koerperlichen und geistigen Faehigkeiten beisammen) und habe statt Stress mit meiner Familie (von wegen „Hey, wie kannst du so viel saufen? Boeses Maedchen!) viel mehr Lob geerntet (ungefaehr so: „Krass, du kannst aber viel trinken!). Hoffentlich bekomme ich fuer diese Aussage jetzt Keins auf den Deckel…das waere ja schon bloed, wo ich schon einmal so ehrlich bin…

Soweit zum Karaoke-Teil. Was dann an dem Abend noch passiert ist, könnt ihr euch ja denken. Richtig, ich bin ins Bett gegangen und habe tief und fest geschlafen – allerdings nur für zehn Stunden. Am nächsten Morgen bin ich dann ganz ohne Kater (sondern mit Katze! *lol* – Scherz) aufgewacht und habe gleich nach dem Frühstück, dass aus Pfannkuchen mit super viel Honig und einer Tasse Kaffee bestand, den Fernseher in meinem Zimmer angeworfen, den ich dann so schnell auch nicht wieder ausgemacht habe, da mir sich ja ohne hin keine anderweitige Beschäftigung bot.

Wo war ich? Ich habe gerade den Faden verloren…Schitte (nein, ich weiß, SCHEISSE schreibt man anders – sorry, es gibt kein großen „ß“).

Ähh…okay, ich glaube ich habe ganz einfach den ganze Tag einfach nur in die Röhre geschaut bis wir dann am späten Nachmittag in Richtung Xinbeitou (über eine Stunde Autofahrt durch dichten Nebel und Berge – also, dichtem Nebel auf Bergen trifft es wohl besser) zu den heißen Quellen.
Endlich angekommen war ich eigentlich am verhungern, doch noch war absolut kein Abendschmaus in Sicht, nein, erst ging es daran sich selbst in dem unverschämt himmlisch warmen Wasser zu garen, was ich durchaus genossen habe.
Da ich aber mit einigen Kinderchen „unterwegs“ war, musste ich mich, bevor ich zum „Chilln“ übergehen könnte, noch vor ihnen beweisen. Das war dann aber schon viel zu schnell geschafft, ich musste nur vorführen, wie lange ich die Luft anhalten kann – geschafft habe ich gute 65 Sekunden, was schon gar nicht so übel ist, wenn man bedenkt, dass ich sowohl Ex-Raucher (wehe, irgendwer erzählt das meinen Großeltern…ja, Gabi, Ralf, ich gucke unter anderem euch dabei an! 😀 *lach*) als auch als Bewegungs-Legastheniker bin.

So schön das Baden dann auch letztendlich war, irgendwann wurde ich dann doch schrecklich ungeduldig, weil schrecklich hungrig und habe mich also daran gemacht, mal wieder meine Klamotten zu wechseln, was gar nicht so einfach war, wie man jetzt denken könnte, da man (die Angestellten) doch glatt vergessen hatte, Handtücher einzupacken. Mir blieb also nichts andres übrig, als mich notdürftig mit einem T-Shirt „abzutrocknen“ und mir kurz die Haare zu föhnen, bevor es dann endlich, endlich zum Essen ging.
Und was für ein Essen das war! Himmlisch, beinahe göttlich war das kann ich euch sagen. Ihr vermutet es vielleicht schon, aber für die, die nicht ganz so schnell sind, gibt es hier die Auflösung: Die Speisen im Restaurant (gleich neben der heißen Quelle) waren natürlich allesamt japanischen Ursprungs. Wen wundert es also, dass ich mal wieder nicht genug davon bekommen konnte?

Ganz nebenbei habe ich mir dann auch noch eine deftige Erkältung eingefangen, die (wie ich mittlerweile festgestellt habe) gute zwei Wochen anhalten sollte.

Irgendwann waren wir dann alle mehr oder weniger rund und gesund und machten uns auf den (langen und ermüdenden) Weg nach Hause…

Ende im Gelände. 😀

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2 Responses to “Karaoke und heisse Quellen – 11. – 12.10.08”


  1. 1 Maui
    29. Oktober 2008 um 01:06

    Ach Sweety!
    Du bist mein Held im Erdbeerfeld.
    Ich knutsch dich!!!

  2. 2 Gabriele
    31. Oktober 2008 um 14:17

    Hallo Häschen (Rache ist Blutwurst)! Das mit Deinen Großeltern geht schon klar, auch über den Alkohol-Exzeß kann ich schweigen, ….
    Gruß Gabriele


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