28
Dez
08

Das Ende naht!

Man könnte ja jetzt meinen, dass ich irgendwie ein wenig Weltuntergangsstimmung hervorrufen möchte, aber nein – ich rede nicht etwa vom Ende der Welt, sondern viel eher vom Ende des Jahres, das jetzt ja kurz bevor steht. Der Countdown läuft!

Das neue Jahr bringt dann auch die ein oder anderen Veränderungen mit sich…Zu Silverster bleibt aber erst einmal alles wie Immer: Es wird ordentlich reingefeiert, wie sich das eben gehört (und zwar ganz „legal“ mit Erlaubnis der Gasteltern, na ja, zumindest mit der Erlaubnis meiner Gasteltern).

Wusstet ihr, dass ich am 8. Januar schon seit 5 Monaten in Taiwan bin? Damit ist dann auch schon fast die Halbzeit meines 11-monatigen Aufenthalts erreicht; die Zeit verfliegt so schnell, man bekommt es kaum mit…

Kommen wir zu den Veränderungen: Noch vor dem chinesischen Neujahr (Ende Januar) werde ich wohl in einen neuen Familie einziehen, da meine jetzige Familie über die Neujahrs-Ferien nach L.A. fliegen wird, um die Großeltern zu besuchen. Und so heißt es für mich dann auch schon wieder umziehen, dabei fühlt es sich so an, als wäre ich noch gar nicht lange in meiner momentanen Familie, obwohl das jetzt glaube ich ausch schon wieder gut 2 Monate sind. Es geht mir hier wohl einfach zu gut :D. Na ja, darüber wollen wir ja nicht meckern. 😉 Ich mag meine Gastfamilie echt gerne, auch wenn sie für meinen Geschmack zu viele (kleine) Kinder hat, ich bevorzuge es eben, meine Ruhe zu haben, als den ganzen Tag Kindergeschrei und Geheule am Kopf zu haben^^

Meine nächste Familie (jedenfalls, wenn alles „nach Plan“ verläuft) ist gegen die Familie jetzt das totale Gegenteil, denn sie besteht, soweit ich weiß, nur aus meiner neuen Gastmutter „Lynn“ und ihrer Tochter „Lilian“, die letztes Jahr in Amerika verbracht hat.

Nach allem, was ich so aus verschiedenen Quellen gehört habe, ist Lynn üblicherweise schwer beschäftigt und daher kaum zu Hause, was mir aber recht sein soll, da ich somit wahrscheinlich auch einiges an Freiheit haben werde. Wie schon gesagt, es macht mir nichts aus „vernachlässigt“ zu werden, mittlerweile habe ich ja einen ganzen Haufen Freunde, mit denen ich eigentlich jeden Abend ausgehen könnte (irgendwas ist ja immer los). 😀

Ach, eines hätte ich fast vergessen: Mit dem Jahresende steht auch das baldige Ende meines Chinesisch-Kurses bevor (am 31.12. ist schon mein „Final Exam“), was micht etwas mit Wehmut erfüllt, da ich (für meinen Geschmack) noch lange nicht ausreichend Chinesisch beherrsche…

Hinzukommt, dass ich keine große Lust verspüre, den ganzen Tag meine Vocational High School zu besuchen – mangels Sprachkenntnisse ist das ohnehin schon extrem langweilig und deprimierend/ frustrierend. Ich meine ganz ehrlich, was soll ich da? Klar, Freunde finden…aber wenn man mir den Leuten nicht so wirklich kommunizieren kann und eben jene Leute dann auch noch nicht unbedingt die Zeit haben, deine Freunde zu werden, ist das schon irgendwo totale Zeitverschwendung…

Zwar weiß ich, dass dieser Austausch auch bedeutet, Freunde zu finden und wichtige Kontakte für die Zukunft zu knüpfen, aber was helfen mir (entschuldigung, es tut ein wenig weh, das jetzt zu schreiben, aber leider ist es wahr) die Studenten von der High School in der Zukunft? Sie sind nicht besonders schlau oder besonders willig oder gewissenhaft, was das Lernen angeht und in ein paar Jahren werden sie wohl kaum irgendwelche wichtigen Positionen einnehmen, auf die ich dann eventuell zurückgreifen könnte. Nein, diese Schüler haben größere Chancen als Kloputzer in den MRT-Staionen zu enden…

Viel interessanter ist es dann doch, weitere Freundschaften mit mit den Studenten an der Universität zu knüpfen, an der ich Chinesisch lerne. Die Studenten werden zwar auch keine internationalen Positionen einnehmen, allerdings haben sie die Zeit und vor allem die Lust, sich mit mir und den anderen Austauschschülern anzufreunden und uns der taiwanischen Kultur näher zu bringen. Außerdem besitzen sie ausreichend Englischkenntnisse und einen höheren Bildungsstatus, was bedeutet, dass man sich über ganz andere, viel „tiefsinnigere“ Dinge des Lebens (z.B. Politik, auch wenn das jetzt vielleicht nichst so schrecklich tiefsinnig ist, aber irgendein Beispiel muss ich ja bringen) unterhalten kann – nicht nur über den „Kinderkram“, über den sich die High School-Schüler immer unterhalten (wir mögen vielleicht im selben Alter sein, dennoch kommen sie mir wie kleine Kinder vor).

Jetzt habe ich mich schon wieder viel zu sehr ausgelassen…Falls ihr meine Einstellung kritisieren möchtet, bitte tut das, aber schickt mir doch eine E-Mail mit eurem Standpunkt und/oder weiteren Fragen zu dem Thema, das macht die ganze Sache einfacher…

Ich bin für Vorschläge offen…

Was übrigens den Chinesisch-Unterricht angeht, da tut sich vielleicht noch das Ein oder Andere, ich werde euch auf dem Laufenden halten.


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