Archiv für Januar 2009

25
Jan
09

Billard im Internet-Cafe

Hallo Leutz, hier kommt mal ein ganz entspannter, ganz kurzer Artikel 😀

Ich bin gerade mit ein paar taiwanischen Freunden in einem Internet-Cafe in irgendeinem Gammel-Kaff ganz weit wech von Taipei und wir spielen locker und entspannt ein paar runden Billard. Ich persoenlich mache gerade eine kleine Pause, um ein paar Lebenszeichen von mir zu geben…

Na ja, es ist momentan chinesisches Neujahr und wir geniessen unsere Ferien…endlich ein wenig Action! (Nachdem ich mich heute den ganzen Tag schon zu Tode gelangweilt habe.

Frohes Neues! Xin nian kuai le!

Lieb euch alle! Wo ai nimen! 😀

Und jetzt gehts wieder ans Zocken…nachher reservier ich vlt noch einen Computer fuer mich und spiel n paar Spielchen… 😉

24
Jan
09

Du Schwein!

Hier mal ein kleiner Ausflug in Taiwans kulinarische Welt…

Neulich begegnete mir etwas ganz Lustiges beim Essen: Schweineohren! 😀

Ich meine Schweineohren isst man ja nicht alle Tage, oder wie seh ich das? Na ja, das Zeug ist jetzt nicht überäßig lecker oder ekelig, es ist einfach nicht so besonders, dass ich es ubedingt noch einmal essen müsste…

Zur Konstienz der Ohren lässt sich nur sagen, dass sie irgendwie knusprig sind, ich weiß auch nicht, lässt sich echt schwer beschreiben…

Blub, wollte auch nur mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben. Macht’s gut ihr Lieben! ❤

19
Jan
09

Feine Künste for free – 14.01.



Heute (Mittwoch) durfte ich mich über einen weiteren völlig schulfreien Schultag freuen, den meine Gastmutter für mich arrangiert hatte, ohne das ich auch nur darum bitten musste; sie ging (warum auch immer? 😉 ) ganz „natürlich“ davon aus, dass ich den heutigen Tag auch frei haben wollte und wir besprachen während des gestrigen Abendessens verschiedene Orte, die ich eventuell besuchen könnte. Im Verlauf des Gesprächs (und unter Konsultierung meines „Lonely Planet“-Reiseführers) entschloss ich mich für das „Taipei Fine Arts Museum“, welches sich nur wenige MRT-Stations von meinem momentanen Wohnort befindet.

Da ich meinen äußerst großzügigen und warmherzigen Gasteltern nicht all zu faul-pelzig erscheinen wollte, quälte ich mich früh morgens um 8.30 Uhr aus dem Bett und fing sofort an, zu frösteln, da sich die Wohnung über Nacht ordentlich abgekühlt hat. Aus diesem Grund schmiss ich meinem Gastvater („Roy“) nur ein grummeliges „Guten Morgen“ (chin. „zao an“) und verschwand fluchs unter die Dusche, was mich aber nur kurz aufwärmte, da ich ja leider nicht für immer duschen konnte…das wäre ja auch zu schön gewesen.

Kurz nachdem ich aus der Dusche kam, machte sich Roy auf den Weg zur Arbeit und ich genoss in aller Ruhe mein Frühstück (zu schade nur, dass immer noch kein frischer Kaffee aufgetaucht war). Anschließend erledigte ich noch Dies und Jenes, weshalb ich mich erst zur frühen Mittagszeit auf den Weg machte, was aber zum Vorteil hatte, dass die MRT recht leer war – was kann man sich noch Anderes Wünschen? 😉

Das Museum erreichte ich nach einem aufmunterden, kurzen Spaziergang um kurz vor 12Uhr und wurde auch gleich angenehm überrascht, da verschiedene Plakate eine Andy Warhol-Ausstellung ankündigten. Als ich das Museum jedoch betrat, wurde ich dem weniger angenehm überrascht, denn eben jene Andy Warhol-Ausstellung schien noch nicht fertig zu sein – so ein Pech aber auch!

Umsonst hatte ich meine kleine Reise dann aber doch nicht unternommen, da das Museum zusätzlich noch die Werke eines taiwanischen Fotographen ausstellte, die man sich, ohne dafür zu bezahlen zu müssen, anschauen konnte, was ich dann auch mit Freuden getan habe. Abschließend wagte ich mich noch in den Keller des Gebäudes, um Kunst in Form von Klanginstallationen und Videos zu „erleben“ (Titel der Austellung: „Experience Art“), was meinem Besuch noch ein (ent)spannendes Finale verpasste 😀

Na ja, das war nur ein kurzes, aber dafür nettes kleines Abenteuer 😉


18
Jan
09

Willst du mit mir geh’n? – 16.01.


Nur ein kleines Anekdötchen am Rande:

Neulich Abend saß ich mal ganz gemütlich mit einer Freundin in der Gegend herum, um ein wenig Zeit tot zu schlagen, wobei wir tratschenderweise die Leute um uns herum beobachteten. Eigentlich nicht besonders interessant…Menschen sind so langweilig, vor allem Menschen in der Stadt.

Doch dann lief uns plötzlich eine Katze über den Weg, aber nicht irgendeine Katze, sondern eine Katze an einer Leine, begleitet von einem Mann – der Kerl führte doch tatsächlich sein Haustier aus, mitten in der Stadt. Das Coole an der Sache war, dass die Katze ganz und gar nicht verschreckt schien, sie schien es viel mehr zu genießen, zwischen all den Leuten herum zu laufen.

So kurz, wie mir die Katze begegnet ist, so schnell war sie auch schon wieder weg, um die Weiten der Großstadt zu erkunden.


18
Jan
09

Wieso wundert mich das jetzt!? – 14.01.09

Jedes Mal, wenn mir etwas Erstaunliches begegnet, nehme ich mir fest vor, das nächste Mal nicht wieder so überrascht zu sein und mich nicht mehr über die Dinge zu wundern, die eigentlich sehr nahe liegen, über die ich mir bis jetzt aber noch keine Gedanken gemacht habe. Und doch passiert es mir immer wieder, dass mich eine ganz natürliche Tatsache voll „aus den Latschen“ haut… 😛

Wie ich ja bereits im vorangegangenen Artikel erwähnt habe, hatte ich am gestrigen Dienstag einen mehr oder weniger freien Tag, der damit begann, dass meine Gastmutter Caroline mich mit zu ihrem Arbeitsplatz am NTU Hospital (National Taiwan University) nahm, da mein Ziel ,die CKS Memorial Hall, weniger als einen Katzensprung von dort entfernt ist.

Es trug sich allerdings zu, dass an jenem Morgen der häusliche Kaffee-Vorrat mehrs als nur erschöpft (um nicht zu sagen leer) war, worüber meine Gastmutter und ich (vor allem aber meine Gastmutter) sehr traurig waren – Tee ist einfach nicht dasselbe.

Aus diesem Grund gestand mir Caroline dann auch, dass sie so schnell, wie möglich zu Starbucks wolle und lud mich (wohl aus Mitleid) ein, ihr Gesellschaft zu leisten.

Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie ich mich gewundert habe, als wir (eigentlich auf dem Weg zu besagtem Coffee-Shop) plötzlich in das Krankenhaus hinein gingen und durch stark frequentierte Korridore huschten. Umso größer war dann der Schock, als ich mich auf einmal völlig unerwartet mitten in einer Starbucks-Filiale wiederfand, die sich innerhalb der Krankenhausmauern eingenistet hatte.

Wo zur Hölle gibt es denn bitte so etwas!? Ein STARBUCKS im KRANKENHAUS??? Und überhaupt, wieso ist mir das nicht eingefallen?

Nachdem ich Caroline dann mitgeteilt hatte, dass mir so etwas noch nie unter die Augen gekommen war, erzählte sie mir, dass es in einem anderen Teil des (riesigen) Häuserkomplexes sogar noch einen Buchladen (wie naheliegend) und ein weiteres Café so wie einen „FamiliyMart“ (möchtegern 7-Eleven) gibt, was mich noch ein wenig mehr verdutzt hat, obwohl ich es für eine äußerordentlich gute Idee halte, solche Läden in einen Krankenhaus unterzubringen. 😀 Sachen gibt’s 😉

In diesem Sinne, schönen Tach noch! 😀


14
Jan
09

Das Genie einer Frau

…leider rede ich hier jetzt nicht vom Genie der „Weiblichkeit“ im Allgemeinen – das dürfte man nämlich doch hin und wieder mal anzweifeln, wenn man sie einige der Standesvertreterinnen mal genauer anschaut, was in diesem ganz besonderen Fall allerdings ,Gott sei Dank!, nicht auf meine Gastmutter zutrifft. Nein, die Frau („Caroline“) hat immer die besten Ideen parat und dafür, liebe ich sie! 😉

Jeder, der diesen Artikel liest, hat sich vorher hoffentlich auch den „Grauen Alltag“ zu Gemüte geführt (danke, für die tröstenden Worte!) und sollte demnach wissen, wie es mir am letzten Montag (12.01.) so ergangen ist.

Während ich eben jenes Thema mit meiner Gastmutter besprach, machte ich deutlich, wie sehr es mich frustriert, dass ich den ganzen Tag in der Schule hocken muss, was sie (ein wenig zu meinem Erstaunen) nicht nur verstand, sondern auch bestätigte. So kam es letztendlich dazu, dass sie vorschlug, ich solle statt zur Schule zu gehen (so zusagen als Auschtausch), einfach mal einen halben oder auch einen ganzen Tag frei nehmen, um verschiedene Museen und „Sights“ zu besuchen bzw. zu erkunden, damit ich endlich mal dazu komme, mir bleibt für so etwas ja sonst kaum Zeit. Viel mehr erstaunt hat es mich dann aber, als meine Klassenlehrerin noch ihr Okay dazu gegeben hat. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie happy ich war! 😀 Da hat mir meine Gastmutter im wahrsten Sinne des Wortes den Arsch gerettet und so wendet sich für mich doch noch alles zum Guten… 😛

Durch diesen „Plan“ kam es dann auch dazu, dass ich gestern (Dienstag), nachdem ich bis 8Uhr aussschlafen durfte, fast (aber auch nur fast) unermüdlich um die Chiang Kai-Shek (kurz CKS) Memorial Hall herum gestreunert bin und hier und da ein paar Fotos geschossen habe, die auf Bitten meines Vaters demnächst wohl noch bei Flickr (das Foto-Dingens, das mit meinem Blog verlinkt ist) erscheinen werden.

Den Rest meiner „Freizeit“ habe ich dann noch genutzt, um einen Rotarier (viel mehr eine Sekretärin des Rotary Distrikt Büros) zum Essen zu treffen, um gewisse Gegebenheiten zu besprechen und einfach, weil ich sie („Joanne“) richtig gerne habe…sie mich auch, versteht sich 😉 Außerdem habe ich endlich die Zeit und Energie gehabt, ein paar (dringend fällige) Besorgungen zu erledigen, was – hätte ich sie immer noch nicht erledigt – zu Folge gehabt hätte, dass ich jetzt ohne Hose und ganz ohne (Lese-) Stoff herumlaufen müsste. 😀 😀

Mensch…mir taten vielleicht die Füße weh… 😛

Am heutigen Mittwoch geht es für mich in Richtung „Museum of Fine Arts“, was hier (bei meinem Wohnort) so ziemlich gleich um die Ecke liegt und in dem ich wohl meinen restlichen Vormittag und wohl auch die Mittagszeit verbringen werde. Jetzt sollte ich auch tatsächlich mal los, denn kaum habe ich mich’s versehen, ist es auch schon wieder halb 11Uhr – wo zur Hölle bleibt denn immer nur die Zeit!?


12
Jan
09

Grauer Alltag

Wie sie mich quält, diese Langeweile! Frustration pur! Seit mein Chinesisch-Unterricht vorbei ist, sitze ich wieder den ganzen, unendlich langen Tag in der Schule fest; von morgens 8Uhr bis nachmittags um 17Uhr – das sind insgesamt 9 Stunden, zu denen auch noch jeweils 1 Stunde Schulweg (hin und zurück) gezählt werden müssen. Das macht dann alles in Allem 11 Stunden, die ich heute wieder verschwendet bzw. nicht „angemessen“ nutzen konnte – und das wird sich vorerst wahrscheinlich auch nicht ändern, da der Chinesisch-Unterricht (wenn ich denn überhaupt wieder daran teilnehmen darf) erst wieder am 2. März beginnt..

Dies ist einer der (äußerst seltenen) Momente, an denen ich mir wünsche, ich könnte wieder in Deutschland zur Schule gehen, ohne aber Taiwan verlassen zu wollen. Seltsam, oder? (Ich hoffe, dass ich, in dem ich diesen Artikel hier schreibe, nicht zu ehrlich bin und am Ende nicht noch jemanden verärgere – das ist absolut nicht meine Absicht.)

Das Dumme an der Sache ist, das mein Verweilen in der Schule mir eigentlich helfen beim Lernen der chinesischen Sprache (durch das Zuhören und Sprechen mit meinen Klassekameraden) helfen soll, doch gelernt habe ich heute weniger als nichts und in mir machts sich ganz langsam das Gefühl breit, dass das ganz allein meine Schuld, ist da ich einfach nicht die Zähne auseinander bekomme. Ich weiß einfach nicht weiter, weiß nicht, was ich machen soll…Diese ganze Angelegenheit deprimiert mich sowas von…

Meine Lehrerin animiert mich zwar immer, die Initiative zu ergreifen, doch mittlerweile sitze ich total isoliert von allen Leuten, mit denen ich sont immer im Unterricht (auf „Chinglish“, Chinese-English) geredet habe, da die Klassenlehrerin die Sitzordnung umgeändert hat und ich stattdessen inmitten einer Horde (unattraktiver) Kerle sitze, die eher am Kartenpielen, als an mir interessiert sind – dass allerdings beruht auf Gegenseitigkeit, wie ich leider zugeben muss.

Ständig in der High School herum zu gammeln, macht mich irgendwie total lahm im Kopf und mein Gehirn schaltet sich automatisch auf Standby, da es ja nicht gebraucht wird, was das Kommunizieren mit anderen auch nicht gerade leichter macht. Das schlägt mir alles ordentlich aufs Gemüt und vom ganzen sitzen tut mir alles weh (Kopf, Rücken, Hintern, Knie)…ich habe dabei wirklich keinen Spaß und bin in keinster Weise zu beneiden.

Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalten will oder kann, ich bin nur froh, dass es bald schon Ferien gibt…

/edit: Ach Gottchen, das hört sich ja alles total schlimm an, was ich hier so von mir gebe…Macht euch keine Sorgen, ich werd’s schon überleben 😛