18
Mrz
09

Zurücklassen

Ich bin versehentlich mit dem philosophieren angefangen und das hier ist dabei heraus gekommen, nemt’s mir nicht all zu übel 😉 (Das schreiben hat übrigens 3 Tage in Anspruch genommen :-P)

Jeder Mensch lässt im Laufe seines Lebens verschiedene Dinge hinter sich zurück, seien es Verhaltensweise, Angewohnheiten oder sogar Freunde und Bekannte. Manchmal ist man froh, wenn eine Marotte losgeworden ist, manchmal tut es weh, los zu lassen, weil wir uns eigentlich noch gar nicht trennen wollten. 

Als Austauschschüler, der für eine längere Zeit seine Heimat verlässt, muss sich gleich zwei Mal überwinden, das bekannte Umfeld, mit allen, die dazu gehören, hinter sich zu lassen.

…Das erste Mal geschieht es, wenn wan zu seinem großen Abenteuer in die weite Welt aufbricht und sich für ein ganzes Jahr von der Familie und den Freunden verabschieden muss. Der eigentliche Abschied unmittelbar vor dem Flug in die Ferne ist dabbei wohl das Schwierigste, weil dem Austauschschüler und auch seinen Elter, seinen Geschwistern erst jetzt richtig bewusst wird, das sie für eine lange Zeit getrennte Leben führen werden. 

Dank der modernen Technik und vor allem dem Internet ist es uns jedoch möglich, sich jeder Zeit mit einander zu unterhalten und sogar zu sehen, was beinahe so ist, als würde man von Angesicht zu Angesicht mit einander reden. Allerdings kann man bei Kummer oder Problemen zwar auf tröstende Worte und gutes Zureden hoffen, doch eine herzliche Umarmung muss warten, bis man wieder zu Hause ist.

Doch alles Heimweh und jeglicher Herzschmerz ist für den Austauschschüler doch relativ schnell verflogen, da er durch seine ganzen neuen Erfahrungen und die täglichen kleinen Abenteuer nur all zu schnell abgelenkt wird und dabei die Lieben daheim schon einmal aus den Augen verliert. 

Für die Eltern ist es da oftmals schon viel schwerer, ihre Kinder gehen zu lassen, da sie täglich an ihren „Verlust auf Zeit“ erinnert werden und kaum eine Chance haben, sich mit frischen Abenteuern abzulenken – zu Hause bleibt für gewöhnlich alles beim Alten.

…Zum zweiten und vor erst letzten Mal „Good-Bye“ sagen, muss man als Austauschschüler, wenn irgendwann die unvermeidliche Heimreise ansteht. Dieses mal verabschiedet sich man zwar nicht von seiner eigenen Familie, dafür aber liebgewonnenen Freunden und „Zweit-„Familien, die einem in vielen Fällen ebenso ans Herz gewachsen sind, wie die ihre „Counterparts“ in der Heimat. Dieser Abschied dürfte eventuell sogar ein wenig schwerer fallen, denn es ist kein Abschied auf Zeit, mit der Rückkehr vor Augen – nein, man verabschieded sich von einander ohne zu wissen, wann man sich das nächste Mal wieder in die Arme schließen kann, was nicht fair scheint, wenn man bedenkt, dass man über das Austauschjahr mit vielen Leuten zusammengewachsen ist und sie lieb gewonnen hat. 

So erforder der „Job“ des Austauschschülers nicht nur den Mut, in ein fremdes Land aufzubrechen und sich den unvermeidlichen „Komplikationen“ zu stellen, es geht noch weiter, wenn man schon längst wieder Daheim ist, denn mit einer wichtigen Tatsache wird man auch zurecht kommen müssen: So sehr man seine Familie und Freunde auch vermisst haben mag, auch das schlimmste Heimweg vergeht nach einiger Zeit, während das Fernweh für immer bleibt. 😉

[Anmerkungen zum Text: Ich möchte klarstellen, dass dieser Text rein „philosophisch“ ist – ich habe lediglich meine Gedanken zu Papier gebraucht und meine zu Grunde liegende These ohne konkretes Wissen (schließlich bin ich immer noch mitten im Austausch) weitergeführt. Also bitte, nehmt es nicht all zu ernst 😉

Eines noch: Allen Wiedrigkeiten zum Trotz sollte jeder, der die Chance auf einen Austausch hat, diese Chance auch wahrnehmen, da sich so eine Möglichkeit in seinem Leben, unter selben Umständen, kein zweites Mal bietet.  Was würded ihr am Ende eher bereuhen: Das ihr das Abentauer eures Lebens einfach so verpasst habt, oder dass ihr vollkommen unbegründet einen Rückzieher gemacht habt, weil es einfach leichter war, sich weiterhin im gemachten Nest nieder zu lassen? Eine Entscheidung in die eine oder andere Richtung hängt euch (mir natürlich auch) ein Leben lang nach… ]

Darüber könnt ihr jetzt mal 5 Minuten nachdenken 😀

Grüße 

Lara

P.S.: Tut mir Leid, dass der Text so lang ist, ich hab mich da wohl etwas gehen lassen 😀

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2 Responses to “Zurücklassen”


  1. 1 clara
    18. März 2009 um 12:04

    hätt ich nich besser formulieren können!
    Klingt wie in diesen ganzen Ratgebern 😛 (sry. ich find deinen Stil sonst eig ziemlich gut xD)

  2. 2 Lara
    18. März 2009 um 19:38

    hihi…vlt sollte ich anfangen, eine menge ratgeber zu schreiben XDDD hab ja sonst nix zu tun 😛


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